Smart Repair selber machen

Kleinen Beulen, wie sie oft bei Parken in der Tiefgarage entstehen, müssen nicht immer neu lackiert werden. Oft reicht es, wenn ein Fachmann die Beule mit viel Geschick und dem nötigen Werkzeug gekonnt ausdrückt.
Die Methode hat viele Vorteile:
1. der Lack an der Stelle wird nicht dicker, so liegt beim Verkauf des Autos klein Wertminderungsgrund vor.
2. die Smart Repair Methode ist viel günstiger als das Lackieren
3. kurze Reparaturzeit, das Auto kann sofort wieder benutzt werden.

Die Kosten übernimmt bei einem Parkschaden die Versicherung des Verursachers. Leider passiert es oft, dass diese sich von der “Unfallstelle” entfernen und man bleibt auf den Kosten sitzen. Auch mit einer Vollkaskoversicherung, bezahlt man meist alles aus der eigenen Tasche, da die Selbstbeteiligung meist höher ist als die Reparaturkosten.


Um die Smart Repair selbst ausführen zu können, braucht man geeignetes Werkzeug. Die benötigten Sets sind bereits ab 10 Euro zu haben. Als Grundausstattung erhalten Sie eine Heißklebepistole mit Kleber, Reparaturbrücke, Druckstift und Spachtel. Zuerst muss man den Kleber erhitzen. Den Kleber mittig auf die Brücke auftragen und dann auf die Beule mittig platzieren. Ein paar Minuten stehen lassen, bis eine feste Verbindung entstanden ist. Jetzt die Brücke montieren und durch behutsames Schrauben die Beule immer mehr an die Oberfläche ziehen. Diesen Vorgang wiederholen, bis die Beule nicht mehr zu sehen ist. Hat man die Beule zu weit herausgezogen, kann man das Material vorsichtig mit dem Stift wieder etwas eindrücken. Dann mit der Spachtel den Kleber vom Lack entfernen. Bei diesem Set zeigt sich schnell, Smart Repair ist nicht für Heimwerker geeignet. Wer meint mit dem Reparaturset für die 10 Euro kann man Nichts falsch machen, der wird schnell eines besseren belehrt. Wird die Beule nicht mittig getroffen, dann können neben der ursprünglichen Beule schnell noch weitere Unebenheiten auf dem Lack entstehen. Die Beule mit dem Set genau auf dem Punkt rauszuziehen erscheint einem Anfänger unmöglich. Am Ende verbleibt auf dem Lack noch der Kleber und außerdem wird die Oberfläche vom mitgelieferten Spachtel stark zerkratzt. Das Ergebnis der Reparatur ist, dass eine professionelle Teillackierung nun unumgänglich ist. Es ist besser den Fachmann für Smart Repair mit der Reparatur zu beauftragen, nur so kann man wirklich Geld sparen. Denn neben Profiwerkzeug braucht man auch viel Erfahrung, um den Lack nicht zu beschädigen und am Ende wirklich zu sparen.

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1 Comment

  1. Stephan Keller says:

    Nun, da ich bereits schon einige Vorkenntnisse in der Reparatur von Autos habe, ist das Smart Repairing für mich keine große Nummer gewesen. Wenn man sich „traut“ kann man am Ende eine Menge Geld sparen. Ärgerlich wird es nur, wenn das Endergebnis nicht seinen Vorstellungen entspricht, beispielsweise wenn der Spachtel nicht nachgeschliffen wird. Das gibt unschöne Stellen. Aber ansonsten ist das Set wirklich eine gute Sache! 🙂

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